Spitzwegerich, Lungenkraut & Co…

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Hast du schon einmal vom Jahreshustensaft gehört? Nach meinem gestrigen Spaziergang und einem Blick auf unsere Wiesen war klar – ich muss mich jetzt ganz schön auf die Socken machen – wenn ich noch einen Jahreshustensaft ansetzen will! Tja wer denkt – nachdem der Frühling endlich vor der Tür steht – schon wieder an die kalte Jahreszeit und Erkältung und Husten? Aber es lohnt sich! Dieses wunderbare und einfache Rezept wird dir den nächsten Winter ganz bestimmt versüßen!

Du benötigst:
1 verschließbares Glasgefäß (ich habe ein 1l Rexglas benutzt)
Zucker (Rohrohrzucker oder auch flüssiger Honig)

Das Glas füllst du zuerst mit einer Schicht (0,5 – 1 cm) Zucker eurer Wahl.

Jetzt im April beginnst du mit dem sammeln verschiedener Kräuter & Blüten für deinen Hustensaft. Huflattichblüten, Schlüsselblumenblüten inkl. Kelche und Lungenkraut. Je nachdem was du als erstes findest legst du auf die erste Schicht Zucker im Glas und deckst es mit einer weiteren ca. 1cm dicken Zuckerschicht zu und gibst das nächste dazu usw… Das Lungenkraut kannst du wenn nötig noch etwas zerkleinern.

 

Huflattich & Schlüsselblume sind beide schleimlösend. Lungenkraut hat eine auswurffördernde und schweißtreibende Wirkung.

Achtung: Die Schlüsselblume bitte aus dem eigenen Garten verwenden.
Das sind geschützte Pflanzen!

Dein Glas kannst du nun ans Fenster stellen, wenn es keinen Frost mehr gibt auch gerne ins Freie auf die Fensterbank.

Im Mai kannst du deinem Hustensaft noch mehrere Schichten hinzufügen mit Majoranblättern, Spitzwegerichblättern und Tannenwipfel! Majoran besitzt eine entkrampfende Wirkung. Spitzwegerich hat abschwellende Eigenschaften. Tannenwipfel sind schleimlösend.

Holunderblüten, Salbeiblätter & Thymianblätter kannst du im Juni hinzufügen. Die einzelnen Schichten immer wieder mit Zucker zudecken. Holunder ist schweißtreibend, Salbei wirkt antibakteriell, Thymian ist schmerzstillend.

Und ab mit dem Glas wieder an den sonnigen Fensterplatz. Ich musste letztes Jahr dauernd wieder an dem Glas riechen – es duftet echt herrlich…

Hochsommer. Juli. Ist in deinem Glas noch Platz? Königskerzenblüten die schleimlösend  & Lindenblüten die fiebersenkend wirken könnten auch noch eingeschichtet werden. Dann war’s das mit dem Sammeln schon! Jetzt kannst du das Glas bis Anfang September stehen lassen damit sich der Zucker auflöst und flüssig wird.

Im Herbst darfst du dieses von der Natur gegebene Geschenk abseihen und in Gläser füllen. Es kann pur gelöffelt oder in den Tee gegeben werden. Es hilft bei Husten, Halsschmerzen, Heiserkeit und kann begleitend bei Erkältungen und Grippe eingenommen. Oder einfach nur weil’s schmeckt 🙂

Sollte der Zucker sich nicht aufgelöst haben könnt ihr das ganze Glas in ein Wasserbad stellen und vorsichtig erwärmen.

Ich hatte letztes Jahr 2 Gläser – eines mit Rohrohrzucker und eines mit normalem Kristallzucker welches sich nicht aufgelöst hatte. Sogar das Wasserbad nutzte nichts. Der Zucker blieb steinhart. Zum wegwerfen viel zu Schade… hab ich heißes Wasser dazu geschüttet aufgelöst in einem Topf nochmal aufgekocht und einen Sirup draus gemacht. Den konnte ich den ganzen Winter dem Tee beigeben. Also nicht gefrustet sein… ab und an geht beim Selbermachern auch was daneben. Vielleicht probiere ich es heuer einmal mit flüssigem Honig 🙂

Du kannst die Kräuter & Blüten verwenden die dich ansprechen bzw. die du ohne Probleme findest oder in deinem Garten hast. Ob der Hustensaft aus allen angeführten Pflanzen angesetzt wird oder nur mit Spitzwegerich & Thymian oder nur Tannenwipfel ist dir überlassen.

Ich wünsche dir gutes Gelingen!

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3 Gedanken zu “Spitzwegerich, Lungenkraut & Co…

  1. Wow! Was für eine Fülle! Bei uns sind die Himmelschlüssel noch so rar, ich würde es gar nicht wagen, die wenigen zu pflücken. Ginge es auch ohne? Vielleicht versuche ich es mal. Würde mit Pflanzenkunde bzw. Erweiterung des Wissens einhergehen!

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    1. Hallo Marga! Natürlich geht es auch ohne die Himmelschlüssel. Danke für deine Achtsamkeit der Natur gegenüber. Ein tolles Pflanzenbuch ist ‚Die Kräuter in meinem Garten‘ von Siegrid Hirsch… ein dicker Schinken… aber toll. Liebe Grüße Bianca

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