Heiß, heißer… Hydrolate

HydrolateEs ist zwar noch nicht Juli – aber wir erleben gerade eine Woche mit anhaltend heißen Temperaturen um die 30 Grad und die Wettervorhersage hat noch nichts anderes in Sicht 🙂 So herrlich dieses Bade- und Liegestuhlwetter ist – aber nicht mal mehr im Schatten ist es auszuhalten 🙂 Also hab ich mich im Sinne von ‚Nice Smell…‘ auf die Suche nach Erfrischung und Abkühlung gemacht.

Es gibt natürlich ätherische Öle die kühlend wirken – aber ehrlich – bei der Hitze noch ein Körperöl auftragen? Wohl eher nicht. Schon eher bietet sich das unkomplizierte aufsprühen eines Hydrolates an! Da hab ich nachher einen Sommertipp für euch…

Was ist eigentlich ein Hydrolat?  Es entsteht bei der Gewinnung von ätherischen Ölen durch Wasserdampfdestillation. Das „destillierte Wasser“, also das Hydrolat, ist mit den wasserlöslichen Bestandteilen der jeweiligen Pflanzen versetzt, das ätherische Öl hingegen enthält die fettlöslichen, leicht flüchtigen Inhaltsstoffe dieser Pflanze. Beides voneinander getrennt ergibt dann auf der einen Seite das ätherische Öl und auf der anderen Seite bleibt das Hydrolat.

Auch Hydrolate haben eine gute Heilwirkung, doch leider wird das Hydrolat recht ’stiefkindlich‘ behandelt. Als Nebenprodukt das bei der Destillation anfällt oft gar nicht verwendet. Dabei ist es für den Einsatz bei Kindern, Schwangeren, älteren oder sensiblen Menschen ideal, da es eine sehr sanfte Wirkung hat.

 

Hydrolate werden im Handel auch Blütenwasser oder Aquarom genannt. Sie werden mit und ohne Alkohol angeboten – zwecks Konservierung – da Hydrolate leicht verderben. Die Variante ohne Alkohol ist trotzdem zu bevorzugen gerade wenn man sie im Gesicht/Augenbereich oder bei Kindern anwendet. Die Hydrolate sollten zwischen 8-12 Grad (oder etwas kühler) in lichtgeschützten Glasflaschen mit Sprühaufsatz gelagert werden und nach dem öffnen innerhalb von 8 Wochen aufgebraucht werden.

Es gibt viele tolle Hydrolate und Anwendungsformen. Nicht nur zur Hautpflege/Körperspray sondern auch in Form von Kompressen, Inhalationen, in der Aromaküche, als Gurgelzusatz, zur Raumbeduftung, als Gesichts- und Rasierwasser oder als Zusatz zum Bügelwasser.

Hier findest du ein paar Tipps zu den bekanntesten Hydrolaten:

Der Sommerhit – Pfefferminzhydrolat! Allein der frische minzige Duft belebt bereits. Äußerlich angwendet auf Nacken, Dekolletè, Gesicht und Arme aufsprühen – erfrischt es, kühlt und bringt Klarheit. In Arm- und Kniebeugen und den Nacken sprühen bei Kreislaufproblemen. Bei Insektenstichen (vielleicht sogar in Eiswürfelform) nimmt es den Juckreiz. Als  Mundspray verwenden oder bei Hitzewallungen in den Wechseljahren. Eine Kompresse mit Pfefferminzhydrolat auf die Stirn legen bei Kopfschmerzen. Auch als tonisierender Beinspray ideal. Oder ganz anders – als Erfrischungsgetränk – 3-5 EL Pfefferminzhydrolat auf 1 l Wasser.
Mit all diesen Tipps dürfte es kein Problem sein das Hydrolat optimal zu verbrauchen. Aber ACHTUNG – nicht für Kinder unter 6 Jahren – daher bitte auch die Mamis wenn sie Kleinkinder haben nicht verwenden!

Das ganze Jahr im Einsatz – für die ganze Familie – ist das Rosenhydrolat. Ein echter Allrounder. Egal ob zur Babypflege im Windelbereich und zum einsprühen der süßen Babypeckfältchen oder für die Mama als Gesichtswasser. Für Allergiker und Heuschnupfengeplagte die gerötete Augen haben oder bei Bindehautentzündung. Bei Schwellungen, Entzündungen und juckender Haut. Bei Sonnenbrand und leichten Verbrennungen. Zur Fiebersenkung als Wadenwickel. Oder was noch viel besser ist als Wehwehchen behandeln: Rosenhydrolat in ein leeres Sektglas sprühen und mit Sekt aufgießen und genießen!!!

Reinigend, hauttonisierend, klärend ist das Lavendelhydrolat – ideal bei Hautunreinheiten und Akne. Als Raumspray verwendet schlaffördernd, ausgleichend und beruhigend. Bei fettigem Haar auf die Kopfhaut einsprühen und einmassieren. 1 TL Hydrolat in einem Glas Wasser verrühren – abends getrunken bei Stress und ’nicht abschalten‘ können.

Orangenblütenhydrolat (Neroli) wirkt stimmungsaufhellend und antidepressiv. Hilfreich bei unruhigen Babys. zB 2 EL in die Babybadewanne.

Immortellenhydrolat zum aufsprühen bei blauen Flecken (auch in Eiswürfelform).

Also diese ‚Wässerchen‘ haben es echt IN sich… wer noch mehr wissen will es gibt ganz tolle Fachliteratur von Susanne Fischer-Rizzi (Das große Buch der Pflanzenwässer) und Eliane Zimmermann (Hydrolate – Pflanzenwässer die vergessene Dimension der Aromatherapie und Aromapflege).

Kommt erfrischt durch den Sommer 🙂

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